Tipps für einen nachhaltigen Alltag

Genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um unseren Lebensstil umzukrempeln! Entschleunigung, nachhaltiges Handeln und Konsumieren – wir sind selbst dafür verantwortlich, ob wir wirklich etwas ändern, oder uns nur in einer Pseudo-Yoga-Green-Smoothie-Welt verstecken. Hier findet ihr meine Tipps für ein bisschen mehr Grün in eurem Alltag.

#1 weniger Fleisch Essen

Jeder Deutsche ist im Durchschnitt 60 kg Fleisch pro Jahr. Für die Futtermittelproduktion werden riesige Flächen Wald gerodet, die Tierhaltung ist in den meisten Fällen absolut (!) grauenhaft. Die Qualität des Fleisches lässt immer weiter nach, denn auch an den Futtermitteln wird gespart. Ich selber habe lange Vegetarisch gelebt, jetzt esse ich etwa einmal im Monat Fleisch. Dabei achte ich dafür auf Qualität und Herkunft. Es ist bei Fleisch immer besser, wenn es in Bio-Qualität angeboten wird und von einem regionalen Erzeuger kommt. Ihr werdet zwar erst denken „oh man, ist das teuer“, aber über kurz oder lang werdet ihr durch einen reduzierten Fleischkonsum Geld sparen.

#2 Energie sparen

Hier machen schon ganz kleine Änderungen im Alltag den Unterschied. Das Smartphone und den Laptop nehmt ihr nach dem Aufladen einfach vom Strom – sonst verbrauchen sie weiter Energie. Ein Wasserkocher verbraucht weniger Energie, als das Wasser im Topf oder in der Mikrowelle zu erhitzten. Auch eine volle (!) Spülmaschine ist effizienter als der Handabwasch. Zusätzlich solltet ihr nachts die Rollläden oder Vorhänge schließen, damit weniger Wärme verloren geht. Am besten sucht ihr euch für Strom und Gas einen ökologischen Anbieter (www.oekostrom-anbieter.info). Auch bei der täglichen Google-Suche könnt ihr Energie sparen: Nutzt ab jetzt die Suchmaschine Ecosia – hier werden mit jeder Suchanfrage Regenwaldprojekte unterstützt und die Server werden mit Ökostrom betrieben.

#3 Müll reduzieren

Auch hier sind es wieder ganz einfache Tipps, die euch helfen: beidseitig bedrucken, Zeitschriften und Kataloge, die ihr nicht mehr wollt abbestellen, statt jedes Mal wegzuschmeißen. Beim Einkaufen Lebensmittel ohne Verpackung bevorzugen. Verzichtet auf den Pappbecher beim „Coffee to go“ und nehmt selber einen Becher mit. Ein tolles Model hat momentan der faire Onlineshop „glore“.

Glore
KeepCup To-Go Becher

Im Haushalt könnt ihr auf recyceltes Toiletten- und Küchenpapier zurückgreifen. Bei den Schreibwaren achtet auf das Siegel „Blauer Engel“. Kauft keine Plastikflaschen, sondern trinkt entweder Leitungswasser oder benutzt Flaschen aus Glas oder Hartplastik, die werden wieder befüllt. Neuste Studien haben gezeigt, dass Leitungswasser in den meisten Fällen sowieso besser ist, als Mineralwasser aus der Flasche. Den Artikel der Stiftung Warentest findet ihr hier.

#4 Fair Fashion shoppen

Setzt euch ein Ziel, was Klamotten angeht: lieber wenig, dafür öko und fair produziert, als viel und billig. Das habe ich mir für die Zukunft ganz fest vorgenommen und bin jetzt dabei, nach und nach meinen Kleiderschrank zu ersetzen. Häufiges waschen schadet der Kleidung auf Dauer, wenn ihr also ein Kleidungsstück zwischendurch mal auslüften lasst, spart ihr euch einen Waschgang und die Kleidung hält länger. Kaputtes einfach reparieren, statt wegschmeißen. Kauft euch ein kleines Näh-Set und setzt euch mal mit Oma zusammen, die meisten Löcher sind einfach zu stopfen. Bevorzugt faire Label, wie Armedangels, Peopletree oder hess-Natur. Auch bei Schuhen und Taschen solltet ihr auf die Siegel achten, z.B. Global Organic Textil Standard (GOTS) oder Fair Wear Foundation. Mit dem Siegel bluedesign werden besonders schadstoffarme Textilprodukte ausgezeichnet. Mehr darüber findet ihr unter https://utopia.de/0/produktguide/siegel

 

#5 Mit dem Rad, Kamerad

Oder zumindest mit Bus oder Bahn. Fast 75 % der zurückgelegten Stecken mit dem Auto liegen unter 6 Kilometern. Ein Strecke die man auch mit dem Rad, Bus oder der Bahn zurücklegen kann. In großen Städten seid ihr dann sogar vermutlich schneller am Ziel. Für alle, die auf das Auto nicht verzichten können, kann Car-Sharing eine Möglichkeit bieten, die CO2 Emissionen zu reduzieren. Flüge sollte man so oft wie möglich vermeiden.

#6 Umgang mit Lebensmitteln

Generell gilt: Produkte aus der Region bevorzugen, danach auf das Bio-Siegel achten. Außerdem solltet ihr im Auge behalten, ob das Produkt auch saisonal ist. Dabei hilft z.B. die Saison-Kalender-App vom aid Infodienst. Um weniger wegzuschmeißen, geht ihr lieber öfter, dafür weniger einkaufen. Schreibt euch einen Einkaufszettel und versucht nicht so viel „Mist“ drum herum zu kaufen. Um regionale Anbieter zu unterstützen, informiert ihr euch am besten über Wochenmärkte und Hofläden in eurer Nähe. Und benutzt dabei immer schön den Jutebeutel, warum seht ihr hier.

Das Hört sich doch alles gar nicht so schwierig an, oder? Habt ihr noch ein paar Tipps, für einen Weg in einen nachhaltigen Lebensstil? Natürlich stoße ich auch mal an meine Grenzen und gehe Kompromisse ein. Aber wenn ich mir meine Grundsätze wieder ins Gedächtnis rufe, kann ich jeden Tag versuchen, etwas besser zu machen!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s