It’s Tea-Time

Ich habe gerade meine Heizung wieder angeschmissen. Denn so langsam wird es wieder kühl draußen, trotz dieses wunderbaren Spätsommers, den wir dieses Jahr hatten, steht der Herbst jetzt wirklich vor der Tür. Zeit für eine Tasse Tee! Das Tee uns nicht nur wärmt, sondern auch gesund sein soll, habt ihr bestimmt schon ab und zu gehört. Doch was steckt wirklich dahinter?

Der klassische Tee ist Grün- oder Schwarztee. Verschiedene Sorten und Verarbeitungsverfahren sorgen für verschiedene Geschmäcker und unterschiedliche Koffeingehalte. Denn auch Tee hat eine anregende Wirkung, ähnlich wie Kaffee. Allerdings enthält er im Schnitt nur halb so viel Koffein. Wer Tee als „Wachmacher“ trinken möchte, sollte Darjeeling-Tee bevorzugen. Er enthält vergleichsweise große Menge des anregenden Alkaloids.

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Tee wird aber nicht nur als Kaffee-Ersatz verwendet. Denn er hat zusätzlich zu seinen Muntermacher-Eigenschaften auch beruhigende Wirkungen. Wie das gehen soll? Tee enthält auch die Aminosäure L-Theanin. Diese wirkt beruhigend auf uns und bildet damit einen Gegespieler für das Koffein. Man könnte also sagen, dass Tee uns auf beruhigende Weise wach macht. Chinesische Mönche verwenden Tee schon seit vielen Jahren, um ihre Meditationszeit zu verlängern. Es gibt auch Studien, die eine erhöhte Konzentrationsfähigkeit durch Tee vermuten lassen.

Grüner und schwarzer Tee liefert uns aber noch weitere wertvolle Inhaltsstoffe, die unserer Gesundheit gut tun. Zum einen ist er reich an Fluorid, das unseren Zahnschmelz stärkt und vor Karies schützt. Außerdem beinhaltet sekundäre Pflanzenstoffen, genauer gesagt  Polyphenole. Besonders Flavonoide und Phenolsäuren sind in Tees vertreten. Diese schützen unsere Blutgefäße und Zellen, wirken antioxidativ, blutdrucksenkend und entzündungshemmend. Diese Eigenschaften werden mit einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht. Lässt man schwarzen Tee lange ziehen, kann er auch bei Magen-Darm-Beschwerden helfen. Die positiven Wirkungen für unseren Körper sind also vielfältig, was Tee zu einem echten Super-Getränk macht.

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Matcha – der besondere Tee?

Wenn wir schon bei Super-Getränken sind, kommen wir an einem besonderen Tee nicht vorbei – Matcha. Der ist momentan in aller Munde und wird als Wundermittel gehandelt. Hinter dem Wort Matcha – viele halten es für die Teesorte – versteckt sich etwas ganz anderes. Das Wort bedeutet einfach nur gemahlener Tee. Die Sorte dahinter ist  der „Tencha“- Tee. Das Matcha-Pulver wird, im Vergleich zum Aufguss-Tee, aus frischen Teeblättern gewonnen und ist als Extrakt sehr reichhaltig an den gesunden Inhaltsstoffen, die wir schon kennen. Zusätzliche liefert er auch Kalium, Eisen, Calzium, B-Vitamine und die Vitamine A und K. Aber nicht die wertvollen Inhaltsstoffe, sondern die Aufwendige Herstellung sorgen dafür, dass wir für 20 g Matcha zwischen 15 und 70 € bezahlen müssen. In einer Stunde werden nur etwa 3 g des Tee-Extrakts gewonnen. Zu Hause sollte Matcha-Tee schnell verbraucht werden. Nach dem Anbruch hält er sich im Kühlschrank etwa 3-4 Wochen.

Risiken und Nebenwirkungen

Leider gibt es beim Teegenuss auch ein Risiko. Tees können mit Schad- und Schmutzstoffen belastet sein. Bei jedem Arbeitsschritt, vom Anbau bis zur Verpackung, können Verunreinigungen entstehen. Das geschieht z.B. durch Wildkräuter oder Pestizidrückstände, die dann giftige Stoffe wie Pyrrolizidinalkaloide oder Polyzyklischen Kohlenwasserstoffe bilden und so unsere Leber belasten können. Ihr könnt hier aber einen Schaden verhindern, indem ihr immer mal wieder die Teesorte, bzw. Marke wechselt und Bio-Tees bevorzugt. Ein besonderes Risiko gibt es auch noch für Veganer und Vegetarier. Das in Tees enthaltene Koffein verhindert die Aufnahme von Eisen. Da Eisen bei Fleischlosen Ernährungsformen ohnehin einen kritischen Nährstoff darstellt, solltet ihr darauf achten, dass ihr Tees nicht zusammen mit eisenhaltigen Mahlzeiten trinkt. Auch davor und danach solltet ihr einige Zeit vergehen lassen.

Ich persönlich bin schon lange Tee-Fan. Die Vielseitigkeit der Sorten, die besonderen Geschmacksnoten, die wärmende Wirkung – er ist für mich das perfekte Getränk. Wer auf die Wachmacher-Wirkung von Kaffe nicht verzichten möchte, der kann auf Matcha-Pulver zurück greifen. Etwa 1,5 TL Matcha entsprechen der Koffeinmenge eines Espressos.

 

Quellen: aid infodienst; Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. 

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